Gefährlicher Rucola
Neulich hatte ich in einer gehobenen Firmenkantine im schweizerischen Zug ein sehr lustiges Erlebnis:
Ich ging also um die Mittagszeit mit einem Mitarbeiter meines Klienten einen Happen essen.
Er - nennen wir ihn Udo - holte sich eine Portion Spaghetti Bolognese für wahrscheinlich 24 CHF, während ich mir am doch recht reichhaltigen Salatbüffet einen spärlichen Diätteller (14 CHF) zusammenbaute. Wichtig für die Story: als Dressing wählte ich (schwarzen) Balsamico Essig und Olivenöl.
Endlich, wir hatten einen Sitzplatz gefunden - die Kantine ist um die Zeit immer brechend voll - genossen wir unser Essen: "en Guate" wie die Schweizer sagen. Naja, der Kollege war zwar kein Schweizer - wie 90% der Leute die in Zug arbeiten - aber egal.
Wir waren so am Essen und Plaudern, da holte ich mit meiner Gabel abermals aus um ein paar meiner wenigen Salatblätter aufzuspießen, als es passierte: Dieses widerborstige Rucolablatt fatzte mit Schwung von meiner Gabel und verteilte einige große Spritzer Balsamico-Essig quer über den Tisch. Ups, dachte ich mir und schaute an meinem weißen Hemd hinunter - Glück gehabt - keinen Spritzer abbekommen :-) Doch dann die Ernüchterung beim Blick zu Udo, der mir gegenüber saß. Ach Herrje ... sein schönes hellblaues Olymphemd (bügelfrei!) hatte leider die volle Ladung abbekommen! Mindestens 5 deutliche - schwarze (!) - Balsamico-Spritzer. 'Oh mein Gott, was nun?' dachte ich mir und konnte mir gleichzeitig ein lautes Loslachen kaum verkneifen. So verstrichen Sekunden, Minuten und irgendwann konnte ich mich mental wieder beruhigen.
Nach 5 Minuten allerdings, Udo hatte mittlerweile 80% seines Spaghettitellers vertilgt, schaute er einmal prüfend an sich hinunter. Natürlich war er beim Spaghetti Essen äußerst umsichtig vorgegangen - ich glaube er hatte ein paar Spaghetti sogar zur Sicherheit kleingeschnitten, um sich selbst nicht zu verkleckern. Umso überraschter war er, als er die Basilikumspritzer entdeckte: "Aach, so ein Mist, jetzt hab ich mich schon wieder eingesaut!" HAHAHAHA offensichtlich war ihm entgangen, dass er selbst es gar nicht gewesen sein konnte. Hätten ja - rote - Tomatenspritzer sein müssen ...
So, was machst du in so einem Fall als Schuldiger? Sagst du ihm 'ähm, sorry Udo aber mea culpa...'?
Genau. Du hältst dicht und versuchst krampfhaft, nicht laut loszulachen.
Und seitdem denke ich mir jedes Mal, wenn mein Gegenüber sich mit viel Mühe die Krawatte ins Hemd oder die Serviette in den Hemdkragen stopft, um sich selbst nicht zu versauen - 'nutzt nix, wenn man den falschen Tischnachbar hat'.
Ich ging also um die Mittagszeit mit einem Mitarbeiter meines Klienten einen Happen essen.
Er - nennen wir ihn Udo - holte sich eine Portion Spaghetti Bolognese für wahrscheinlich 24 CHF, während ich mir am doch recht reichhaltigen Salatbüffet einen spärlichen Diätteller (14 CHF) zusammenbaute. Wichtig für die Story: als Dressing wählte ich (schwarzen) Balsamico Essig und Olivenöl.
Endlich, wir hatten einen Sitzplatz gefunden - die Kantine ist um die Zeit immer brechend voll - genossen wir unser Essen: "en Guate" wie die Schweizer sagen. Naja, der Kollege war zwar kein Schweizer - wie 90% der Leute die in Zug arbeiten - aber egal.
Wir waren so am Essen und Plaudern, da holte ich mit meiner Gabel abermals aus um ein paar meiner wenigen Salatblätter aufzuspießen, als es passierte: Dieses widerborstige Rucolablatt fatzte mit Schwung von meiner Gabel und verteilte einige große Spritzer Balsamico-Essig quer über den Tisch. Ups, dachte ich mir und schaute an meinem weißen Hemd hinunter - Glück gehabt - keinen Spritzer abbekommen :-) Doch dann die Ernüchterung beim Blick zu Udo, der mir gegenüber saß. Ach Herrje ... sein schönes hellblaues Olymphemd (bügelfrei!) hatte leider die volle Ladung abbekommen! Mindestens 5 deutliche - schwarze (!) - Balsamico-Spritzer. 'Oh mein Gott, was nun?' dachte ich mir und konnte mir gleichzeitig ein lautes Loslachen kaum verkneifen. So verstrichen Sekunden, Minuten und irgendwann konnte ich mich mental wieder beruhigen.
Nach 5 Minuten allerdings, Udo hatte mittlerweile 80% seines Spaghettitellers vertilgt, schaute er einmal prüfend an sich hinunter. Natürlich war er beim Spaghetti Essen äußerst umsichtig vorgegangen - ich glaube er hatte ein paar Spaghetti sogar zur Sicherheit kleingeschnitten, um sich selbst nicht zu verkleckern. Umso überraschter war er, als er die Basilikumspritzer entdeckte: "Aach, so ein Mist, jetzt hab ich mich schon wieder eingesaut!" HAHAHAHA offensichtlich war ihm entgangen, dass er selbst es gar nicht gewesen sein konnte. Hätten ja - rote - Tomatenspritzer sein müssen ...
So, was machst du in so einem Fall als Schuldiger? Sagst du ihm 'ähm, sorry Udo aber mea culpa...'?
Genau. Du hältst dicht und versuchst krampfhaft, nicht laut loszulachen.
Und seitdem denke ich mir jedes Mal, wenn mein Gegenüber sich mit viel Mühe die Krawatte ins Hemd oder die Serviette in den Hemdkragen stopft, um sich selbst nicht zu versauen - 'nutzt nix, wenn man den falschen Tischnachbar hat'.
unternehmensberater - 20. Feb, 15:26
